Jahreshauptversammlung wählt neuen Vorstand

Bereits vor zwei Jahren begann mit der Kommunalwahl in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen das, was sich nun in der gesamten Partei fortsetzt: Eine Verjüngung. 

In der Jahreshauptversammlung des Ammersbeker Ortsverbandes stellte sich der bisherige Vorsitzende Hanno Voigt (81) nicht wieder zur Wahl. Als erster Vorsitzender neu und einstimmig gewählt wurde Andreas Rieschick (53), seit 2018 zweiter Vorsitzender des Ortsverbandes und Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Jugend und Kultur der Gemeinde Ammersbek. Neben seinem Engagement für die Bildungs- und Sozialpolitik beschäftigt sich Rieschick schwerpunktmäßig mit den Themen Informationstechnik, Datenschutz und Mobilität.

IMG 0089Der neu gewählte Vorstand des Ortsverbandes. Von links: 2. Vorsitzende Angelika Schmidt, Beisitzer Olaf Willuhn, Kassenwart Michael Grossmann, Beisitzerin Brigitte Richter, 1. Vorsitzender Andreas Rieschick 

Als zweite Vorsitzende wurde Angelika Schmidt gewählt und Michael Grossmann löste die bisherige Kassenwartin Siegrid Voigt ab. Die Posten der Beisitzer übernahmen Brigitte Richter, ein Grünes Urgestein des Ortsverbandes, und der Fraktionsvorsitzende Olaf Willuhn.

Hanno Voigt und seine Frau wurden mit großer Dankbarkeit verabschiedet, denn sie hatten sich trotz anderer Belastungen bereit erklärt, für den Ortsverband notwendige Posten zu übernehmen, als sich 2018 mangels Personal sonst niemand dafür fand. Voigt betonte, dass er die Partei und Fraktion weiterhin aktiv unterstützt. In seinem Jahresbericht hob er besonders den Grünen Erfolg bei der Europawahl hervor, bei der jeder dritte Ammersbeker, der zur Wahlurne ging, Grün wählte. Er berichtete auch von einigen Neueintritten 2019, die bereits zu einer Verstärkung bei der Vorbereitung der Fraktionsarbeit geführt haben. Solche Aktiven sucht die Partei weiterhin dringend, denn die Verjüngung soll sich fortsetzen. Es tut einer Gemeinde nicht gut, wenn die politischen Themen vor allem von Senioren gesetzt werden. 

Die Ammersbeker Grünen fühlen sich in ihrer Altersmischung aber ausreichend gewappnet, Belange junger Familien und Belange älterer Mitbürger können gleichermaßen gut vertreten werden. Nur die Altersgruppe der Fridays-for-Future-Generation fehlt noch.

Text und Fotos: Dr. Petra Ludwig-Sidow