Eltern wenden sich gegen Ungerechtigkeiten im Gemeindehaushalt

Endlich haben die Kinder der Grundschule Hoisbüttel Aussichten auf sanierte Toiletten. Bislang waren diese nicht nur eine Beleidigung für die Nase, sondern auch eine Bedrohung der Kindergesundheit. Bereits seit längerem war der unhaltbare Zustand von den Lehrerinnen bemängelt und ein Antrag auf Sanierung gestellt worden. Getan hat sich bis Mitte November 2016 nichts. Und nun sollte das Geld für die Sanierung auch aus dem Haushalt 2017 gestrichen werden.

GS H Haus3 WC 2 1

Die zahlreichen Eltern, die im Ausschuss für Schule, Jugend und Kultur zur Einwohnerfragestunde gekommen waren, äußerten zwar Verständnis für Einsparungen im Haushalt, wandten sich aber dagegen, die überfällige Sanierung der Kita- und Schultoiletten auf 2018 zu verschieben. Es war für sie nicht nachvollziehbar, dass Geld für das Wunschkonzert von zwei Freiwilligen Feuerwehren und sogar Millionen für den fragwürdigen Neubau einer sanierungsfähigen Schule in Bünningstedt im Haushalt 2017 eingeplant waren, die paar Tausend Euro für die Hygiene der Lottbeker Kinder aber dem Rotstift zum Opfer fallen sollten.  

Auch Dank der Grünen Einwände im Ausschuss für Soziales Jugend und Kultur werden wenigstens die WCs im Haus III der Grundschule im kommenden Jahr saniert. Leider nur ein Teilerfolg, denn die Sanierung in der Kita Lottbek wird nicht vorgezogen. Die dortigen WCs stammen noch aus dem Jahr 1996 und so sehen sie auch aus. Selbst mit starken Reinigungsmitteln lassen sich die üblen Uringerüche in den engen Kabinen nicht mehr entfernen. Viele Kinder ekeln sich daher beim Toilettengang.
Leider sei das Bauamt überlastet, hieß es auf der Gemeinderatssitzung, deshalb muss es noch ein Jahr weiter stinken in den Kita-Toiletten. Das ist bei dem Berg an anstehenden Sanierungen zwar nachvollziehbar, aber leider kein Trost für Kinder und Eltern.

KitaLo WC 1

KitaLo WC 2

(Fotos: Dr. Petra Ludwig-Sidow)