Autogerechte Planung schafft neue Gefahr für Fußgänger

Edeka hat sein Außengelände umgestaltet und so die Gefahrensituation für Kunden, die den Laden durch den Seiteneingang an der Georg-Sasse-Straße verlassen, entschärft. Das ist eine Erleichterung vor allem für Eltern mit jüngeren Kindern, die immer Angst haben mussten, dass Kinder, die schnell aus dem Eingang springen, unter die Räder kommen.

Die Ammersbeker Grünen, die wie auch Politiker anderer Parteien diese Situation lange kritisierten, begrüßen daher, dass nun Metallpfeiler Autos daran hindern, am Seiteneingang vorbei zu fahren. Aber leider wurde gleichzeitig ein neues Risiko für Fußgänger geschaffen: Nun nämlich besteht eine erhöhte Gefahr für die Menschen, die zu Fuß zu Edekas Vordereingang an der Straßengabelung gehen. Da sie jetzt keinen eigenen Weg mehr haben, sondern durch das neue Parkplatzgelände gehen müssen, gilt es für sie, besonders Acht zu geben und Kinder an der Hand zu halten. Offensichtlich rechnet Edeka nicht damit, dass es noch Menschen gibt, die zu Fuß einkaufen.

Für Radfahrer, die ihr Stahlross nicht an der Seite abstellen wollen, hat sich die Situation ebenfalls verschlechtert. Wenn der neue Parkplatz voll ist, ist die Abstellsituation am Fahrradständer zu eng.

Die Neugestaltung des nun autodominierten Eingangsgeländes führte leider auch zu einem Schaden in der Insektenwelt. Nach Auskunft des NABU wurde durch die Vergrößerung der vollversiegelten Fläche auf Kosten der Grünfläche, zusammen mit dem dort blühenden Habichtskraut, eine Sandbienenkolonie vernichtet.

Edeka Pfeiler Besser: Pfeiler hindern Autos am Durchfahren

Edeka Fußweg Schlechter: Beim Rückwärtsausparken sind Fußgänger in Gefahr

Edeka Radständer Schlechter: Wenn ein Auto dort parkt, wird's eng