Ammersbeker Grüne protestieren in Berlin

Vor dem Kanzleramt in Berlin standen am vergangenen Wochenende über 35.000 Menschen und riefen Angela Merkel immer wieder zu "Wir haben es satt". Mit dabei waren drei Mitglieder der Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen aus Ammersbek, denn auch sie hatten es satt,

  • dass dort die großen Schweinemastställe immer wieder erweitert werden,
  • dass Grundwasser durch Gülle, Kunstdünger und Pestizide verseucht wird,
  • dass Ackervielfalt, Vögel, Bienen und Schmetterlinge immer weniger, aber Mais, Raps und blumenlose Wiesen immer mehr werden.
  • dass ehemalige Bauern weichen oder durch falsche Subventionen zu großen Industrieunternehmen wachsen müssen, mit mehr Tieren aber weniger Arbeitern.

Seite an Seite mit Imkern, Biobauern, Tierärzten, Tierschützern, der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, dem BUND, NABU, Oxfam, Brot für die Welt und vielen anderen besorgten Menschen marschierten die stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Anja-Werner Ghrab, Brigitte Richter und Petra Ludwig-Sidow mit vielen Grünen aus dem Bundestag zum Kanzleramt und protestierten.

Was die Agroindustrie, die ihr Paradies in Deutschland gefunden hat, bei uns, aber auch in anderen Ländern anrichtet, brachte Hubert Weiger, der Vorsitzende des BUND in einer emotionalen Nebenbemerkung während seiner Rede auf den Punkt: Mit Subventionshilfe bei uns produziertes Billigfleisch wird in Massen exportiert und die Sch.... bleibt hier"

Der Protest der Menge richtete sich besonders auch gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA, gegen die Folgen, die auf uns zukommen. Denn beide sollen, so Weiger, "den schnellen Profit auf Kosten des Gemeinwohls fördern". Auch alle Ammersbeker Bürger sind betroffen. Die Abkommen bedrohen ihr Geld und ihre Gesundheit. Wenn zahllose Großkonzernklagen zu horrenden Geldstrafen für Deutschland führen, geht es um unsere Steuergelder, wenn europäisches Lebensmittel- und Chemikalienrecht nicht mehr bindend ist, geht es um unsere Ernährung.

150117 Demo TTIP-TrojanischesPferd

150117 Demo BesorgteBürger

(Fotos: Dr. Petra Ludwig-Sidow)