244 Fahrradstrasse
Auf ihrem diesjährigen Workshop haben sich die Ammersbeker Grünen auch mit dem Thema Straßenverkehr beschäftigt. Wie jeder Ammersbeker unschwer erkennen kann, nimmt der Verkehr stetig zu. Da die Ortsdurchgangsstraße wohl auf absehbare Zeit weder verbreitert noch verlegt werden kann, stellt sich die Frage, wie sich zumindest der innerörtliche Verkehr reduzieren läßt.  Wie lässt sich  Radfahren in Ammersbek noch attraktiver gestalten? Diese und weitere Fragen haben wir mit  Herrn Hentschel vom ADFC diskutiert.

Hr. Hentschel stellte uns auch das Radverkehrskonzept Weiterentwicklung 2013 vor, welches der Kreis Stormarn im vergangenen Jahr veröffentlicht hat und dazu
dienen soll, den Kreis gemeindeübergreifend fahrradfreundlicher zu gestalten.

In diesem Zusammenhang weist Hr. Hentschel  auf die gerade aktuelle Umfrage des ADFCs hin, in der die Teilnehmer die Radfahrsituation vor Ort beurteilen  und so zur Verbesserung des Verkehrsklimas beitragen können. Die Ergebnisse geben einen umfassenden Überblick über die Zufriedenheit der Radfahrer mit der jeweiligen Kommunalpolitik.

Das Ergebnis der Umfrage vom 30.11.2014 zum ADFC-Fahrradklima-Test, liegt jetzt vor: ADFC-Klimatest. Ammersbek schneidet dabei sehr gut ab. Der Schwachpunkt Abstellanlagen haben wir im Fokus und werden uns dort für weitere Verbesserungen stark machen. Siehe auch: Unsere Initiative: Mehr Platz für Fahrräder.

 

In Verhandlungen hinter verschlossenen Türen (Projekt "Transatlantic Trade and Investment Partnership", abgekürzt TTIP) wird zwischen Europa und den USA ein Freihandelsabkommen vorbereitet. Freier Handel klingt gut, und ist dem Wettbewerb um die besten Produkte auch zuträglich. Aber wenn der Verband der Biotechnik-Unternehmen (BIO) mit am Tisch sitzt, müssen alle aufhorchen. Hinter der verhöhnenden Abkürzung "BIO" stehen nicht für uns wichtige Unternehmen, die sich gesunde und naturbelassene Produkte sowie deUnterschriften-Aktion Umweltinstitut Münchenren ökologische Produktion auf die Fahnen geschrieben haben, sondern zum Beispiel die Firma Monsanto, die ein massives Interesse hat, gentechnisch verändertes Saatgut und nur dazu passende Herbizide wie Roundup zu vermarkten.

Durch das TTIP werden europäische Standards und Vorschriften ausgehebelt und die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die heute schon nicht für eine gesunde und Umwelt-bewußte Ernährung ausreicht, ist endgültig nur noch Makulatur. Die EU wird dann gar nicht mehr gefragt, um Gentech-Feldfrüchte in Europa einzuführen. Auch schon heute in den USA zugelassene Hormonschweine und Chlor-Hähnchen haben dann freien Zugang zum europäischen Verbraucher.

Das geht uns alle an! Hier soll auf dem über alles stehenden Altar des Profits unser aller Gesundheit geopfert werden, wehrt euch!! Beteiligt Euch an der Unterschriften-Aktion des Umweltinstituts München!!! Dort findet Ihr auch weitere Informationen und weitere Links zu dem Thema.

Informiert Nachbarn, Freunde und Kollegen und fordert sie auf, sich an der Unterschriften-Aktion zu beteiligen.

Kommt am  23.5.  ins Dorfgemeinschaftshaus Ammersbek zu einer gemeinsamen Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Ammersbek und Kreisverband Stormarn!!

Radfahrer auf die Straße und Räder ins Fahrradhaus 

Die Bargteheider Grünen luden am 8. Januar ihre Bürger zum "Grünschnack". Thema waren Radverkehrswege und eine geplante Fahrradstation am Bahnhof. Da dies auch ein Thema für Ammersbek ist, gingen Hanno und Petra hin.

30 Bürger, Mitglieder des ADFC und der Bargtheider Fahrrad-AG (kommunaler Unterausschuss mit eigenem Budget) lauschten dem Referenten vom ADFC.

Alle staunten nicht schlecht, als er berichtete, dass ein Radweg dreieinhalbmal unfallträchtiger ist als die Straße, elf mal sogar, wenn es sich um einen Radweg mit Verkehr in zwei Richtungen handelt. Auf Straßen mit aufgemalten Radstreifen am Fahrbahnrand fahren Autofahrer aufmerksamer und überholen den Radfahrer vorsichtiger. An Ausfahrten und Einmündungen werden die Radfahrer eher gesehen. Auf der Straße wagen Radfahrer nicht, auf der falschen Straßenseite oder bei Rot über eine Querstraße fahren.

In Bargteheide ist inzwischen im Stadtgebiet das Radwegenutzungsgebot aufgehoben, ausgenommen B 75 und Lohe. Derzeit plant die Fahrrad-AG die sich in Bargteheide kreuzenden Fernradweg zu Velorouten (Fahrradschnell- und vorfahrtstraßen) auszubauen. Fahrräder am Bahnhof klein

Der Referent nannte als weitere mögliche Verbesserungen noch Fahrradstraßen nach StVO, wo Radfahrer absoluten Vorrang haben und Autofahrer sehr langsam fahren müssen.

Konkret ins Auge gefasst wurde auch ein Fahrradparkhaus mit Servicestation (Reparatur, Verleih, Verkauf) direkt am Bahnhof. Ein Betreiber saß bereits mit in der Runde. Mindestens 500 Fahrräder stehen derzeit täglich am Bahnhof. Laut ADFC gibt es für so ein Fahrradhaus in der Metropolregion bis zu 87,5% Fördermittel.

Am Ende stellten Hanno und Petra fest, dass der ADFC-Referent in Ammersbek wohnt und bereit ist, auch einmal zur Ortsverbandssitzung der Ammersbeker Grünen zu kommen, um Anregungen zu geben, denn  in Ammersbek muss sich die Fahrradsituation in den Augen der Grünen unbedingt weiter verbessern, auch aus Lärmschutzgründen. 

 

Jugend, Migranten, kommunalpolitische Ziele und viel Lärm

Die Klausurtagung des Grünen-Ortsverbandes Ammersbek

Ein gutes Vierteljahr nach der Kommunalwahl hat sich der neu zusammengesetzte Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen zu einer zweitägigen Klausurtagung zusammengefunden. Es wurden

  • Schwerpunkte und Umsetzungsfahrpläne für die Arbeit der Fraktion und des Ortsverbandes mit dem Focus "Wahlziele" definiert.
  • Externe Referenten und Informanten eingeladen, um sich über aktuelle Themen zu informieren, die auch für Ammersbek Bedeutung haben.
  • Vier der derzeit anstehenden Themenkomplexe diskutiert, für die in diesem Jahr noch Entscheidungen in den Ausschüssen zu treffen sind. Es ging um folgende Themen:

I. „Jugendliche und Kommunalpolitik – wie kann man Jugendliche besser mit einbeziehen?“

Zu Gast war der Vorstand der Grünen Jugend Stormarn, Torben Tyx (20), Lina Graumann (18) und Kristian Graap (24.) Sie berichteten von ihren eigenen Erfahrungen, befragten uns, um die Problematiken zu identifizieren und zu analysieren und gaben uns anschließend Ratschläge zur Verbesserung der Situation. (s. Pressemitteilung vom 15.10.13).

Klausurtagung mit Gruener Jugend 

II. Unser Fahrplan 2014

Wir überprüften unsere Wahlziele, diskutierten Schwerpunkte für 2014 und überlegten, was realistisch leistbar als Nahziel ist. Die Themen Flächenverbrauch, Energieeffizienz, Lärm, Verkehr, Transparenz des Haushalts, Transparenz der Politik, Artenvielfalt, Grünlanderhalt, Klimaschutz, Ortsentwicklung, Integration von Migranten, Wohnraum, Jugend, Senioren und die eigene Parteiarbeit wie Mitgliederwerbung und Europawahl füllten eine dreiseitige Tabelle, an der wir uns abarbeiten. Am Ende beschäftigen wir uns noch konkret mit der Planung zu den Timmerhorner Teiche und dem aktuellen Gutachten.

 

III.Kommunales Miteinander: Flüchtlinge, Asylbewerber und andere Migranten

Als Referentin kam Irmela Mäuser, die vor ihrer Verrentung im Sozial­amt u.a. Asylanten betreute und berichtete von den nötigen Behörden­wegen und welche Möglichkeiten die gemeindliche Unter­kunft in der Ohlsted­ter Straße vor allem als Übergangsquartier bietet. Von dort wird in Ammersbek derzeit der Weg beschritten, den wir Grüne für den einzig richtigen halten: Unterbringung in Wohnungen, so dass die Mitbürger aus der weiten Welt schnell integriert und nicht in Containern ghettoisiert werden.

frau muser im gespraech

 IV. EU-Umgebungslärmrichtlinie - Tempo 30

Horst Marzi von den Grünen in Ahrensburg gab uns einen Überblick, wie Ahrensburg mit Lärmkartierungen und Lärmaktionsplänen umgegangen ist. Es wurden hier, im Gegensatz zu Ammersbek auch ruhige Gebiete ausgewiesen und die zweite Stufe abgearbeitet. Ahrensburg geht im Wesentlichen den Weg, Radverkehr und ÖPNV zu stärken. Es gibt ein Radverkehrskonzept und an vielen Straßen wurden bereits Radwegmarkierungen auf der Fahrbahn angebracht.

Obwohl nicht alle Mitglieder dabei sein konnten, war es eine sehr erfolgreiche Arbeitstagung, die uns in kompakter Weise mit Informationen, gemeinsamen Positionen und einem Gefühl von Vertrauen bereicherte. Nicht nur die Referenten, auch das gemeinsame Auftaktfrühstück und die gute Verpflegung trugen zu einer kreativen Arbeitsstimmung bei.

 

Auf der Hauptversammlung am 18.11.2013 stand die Änderung der Ortsverbandssatzung zur Diskussion. Nach einem intensiven Meinungsaustausch und verschiedenen Änderungsvorschlägen wurde dann einstimmig eine aktualisierte Fassung verabschiedet. Wesentliche Änderungen erfolgten in der Zusammensetzung und den Aufgaben des Vorstandes. Der Vorstand kann und sollte jetzt bis zu fünf Mitglieder haben. Die Regelungen hinsichtlich der Aufnahme neuer Mitglieder wurde geschärft.

Die nächste Jahreshauptversammlung findet im Februar 2014 statt.