Die Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen in Ammersbek haben einen Entwurf eines Leitbildes für die Wohnungsentwicklung bis 2025 in Ammersbek eingebracht und zur Diskussion gestellt. Der Leitbildentwurf wird durch die Entscheidung der Gemeindevertretung in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt, und die Bürger werden über ein Beteiligungsverfahren eingeladen. Hintergrund hierfür ist, dass das zur Zeit gültige Leitbild im Jahre 2010 ausläuft und dass für den in Änderung befindlichen Flächennutzungsplan und für eine zukünftige Gemeinde- entwicklungsplanung eine Grundlage geschaffen werden soll, die die Wohnungs- entwicklung in Ammersbek innerhalb der nächsten 15 Jahre aufzeigt. Das neue Leitbild wertet detailliert die aktuelle Datenlage zur Demographie und zu Wohnungsmarktprognosen in unserer Region und in Ammersbek aus und zeigt auf, dass zukünftig mit Hilfe von Sanierung, Lückenbebauung und Verdichtung - unter Verzicht auf großflächige Bebauung im Außenbereich - der Bedarf an Wohnungen gedeckt werden kann.

Das alte Leitbild basierte auf Daten aus dem Jahr 1994, sodass eine Fortschreibung schon aus diesem Grunde geboten war. Die Neubetrachtung wurde auch im Rahmen der Landesplanerischen Stellungnahme zur 7. Flächennutzungsplanänderung vom Innenministerium empfohlen. Die beiden Fraktionen reagieren damit kurzfristig und haushaltsschonend auf diese Empfehlung. Die Kosten nämlich, die mit der Erstellung durch einen Planer entstanden wären, hätten sich auf mehrere 10.000 EUR belaufen - bei der derzeitigen Finanzlage der Gemeinde Ammersbek ein ordentlicher Sack Geld, den man gespart hat. Der Konzeptentwurf wurde von dem Wohnungsmarktbeobachter der Investitionsbank Schleswig-Holstein, dem Kieler Professor für Geographie der Uni Kiel, Götz von Rohr gegengelesen und als ein fundiertes und richtungsweisendes Leitbild beurteilt. Das Leitbild kann man hier herunterladen

Wie wenig die UWA von der Praxis der Kommunalpolitik in Ammersbek versteht, zeigt u. a. folgender Antrag:

Zitat:

"Ammersbek, den 26.Juli 2009

Antrag an Herrn Bürgermeister Ansén und die Bürgervorsteherin Frau Reckling der Gemeinde Ammersbek

ZIEL: Kosten- und Aufwand sparen – ein politisches Zeichen den Mitbürgern geben

Bislang wird in Sitzungen der Gemeindevertretungen, in den Ausschüssen oder im Arbeitskreis Getränke von der Gemeindeverwaltung angeboten.

Aus Gründen der Kosteneinsparung in dieser finanziell schwierigen Lage schlagen wir vor, hierauf und auf die angebotenen Gläser grundsätzlich zu verzichten. Es erspart Ihnen Kosten und Mühe.
Es ist ein Zeichen auch an die Mitbürger, dass der Sparwille auch bei kleinen Dingen existent ist.

Mit freundlichem Gruß
UNABHÄNGIGE WÄHLERGEMEINSCHAFT AMMERSBEK

(Ralph Otto)"

Zum Antrag: Gemeindevertreter zahlen in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen ihre Getränke selber!
Wenn keine Gastronomie geöffnet ist, stellt die Gemeinde Getränke zum Selbstkostenpreis zu verfügung.
Lediglich in Arbeitskreisen (keine Sitzunggsgelder) wird Kaffee gereicht.
Soweit die Wirklichkeit.

 

Auch ist die UWA nicht Antragsberechtigt, da sie keinen Vertreter in der Gemeindevertretung hat. Vielleicht hilft die F.D.P. ihr ja dazu, ihre Anträge einzubringen. Andere "Anträge" der UWA befassen sich lediglich mit dem Gewerbe in Ammersbek. Z.b. Nach Besserung der wirtschaftlichen Lage die Gewerbesteuer wieder abzusenken!
Wo bleit die Forderung nach Absenkung der Grundstücksteuer!!
Auch die Halbierung der Sitzungsgelder (bisher 20 €) wird von ihr verlangt. Der Stammtisch läßt grüßen. Die Sitzungsgelder sind, seit ich in der Gemeindevertretung bin nicht angehoben worden. Sie liegen auch am unteren Rand von dem was an Sitzungsgeldern gezahlt werden kann. Eine Pauschale für Fraktionsarbeit wird nicht gezahlt wie in vielen anderen Kommunen.
Wo bleiben die Ideen zur Kosteneinsparung die wirklich Einsparungen genannt werden können!!
Z.b. Zusammenlegungen von Gemeindeverwaltungen. Deutschland, und hier besonders Schleswig Holstein, hat mit die kleinsten Gemeinden in Europa.
Zusammenlegung von Kreisen (Antrag der Grünen im Landtag)
Neuordnung der Gemeindefinanzen! Keine zusätzlichen Aufgaben ohne Kompensierung der Kosten.
Konkret für Ammersbek: Fusion mit Jersbek und Delingsdorf zu einer kostengünstigen Gemeindeverwaltung!

Kaum ein Thema hat den Ortsteil Lottbek so  bewegt, wie die geplante Umlegung der  Moorbek/Lottbek. Dabei war der ursprüngliche Grund der Planung, der Hochwasserschutz für einige Hamburger Nachbarn mit  Zugang zu ihren Grundstücken über die  Straße „An der Lottbek“ und den gegenüberliegenden Ammersbeker Hauseigentümern, unstrittig. Nur der Versuch, die Finanzierung dieses  Vorhabens über hauptsächlich aus dem Naturschutz stammende Fördermittel zu bewerkstelligen, ging gründlich daneben. Die  Naturschutzgesetzgebung hält für die im Rahmen einer Planung zu  berücksichtigenden  Schritte umfangreichen Listen parat.
Ein selbstherrlich agierender Gewässerpflegeverband im Verbund mit  einem sicherlich fachlich  kompetenten, jedoch äußerst unglücklich handelndem Planer (Beratungsresistenz und Sturheit bildeten eine  unheilvolle Allianz) beschäftigten Gemüter  und Gemeinde im Übermaß. Die im Naturschutzgesetz verankerten Forderungen neben der Planung auch Alternativen zu prüfen,  wurde anfänglich völlig unterlassen.  Unter Druck der zuständigen Behörden und  Träger öffentlicher Belange (NABU, BUND  etc.), wurde die Alternativenprüfung  halbherzig vorgenommen. Mit schlampig ausgeführten Berechnungen und der Nicht-Berücksichtigung der Summe kombinierbarer  Teillösungen wurde versucht, auf der alten  Planung zu beharren. Gut, diese Angelegenheit ist erst mal erledigt.

Doch wie geht es jetzt weiter?

Klar ist, dass die betroffenen Häuser geschützt werden müssen. Unklar ist, wer was  zu schützen hat und die Finanzierung. Denn  in dem 410.000 Leute Bezirk Wandsbek haben 6 Einwohnerfamilien mit einem irgendwie auch selbst gemachten Hochwasserproblem (Bau der Häuser in einem Bachtal,  Querschnittsverengung des Baches durch  die Überfahrten) nicht die oberste Priorität.  Anders natürlich in Ammersbek. Hier haben  6 Einwohnerfamilien neben der Tatsache,  dass die Freiwillige Feuerwehr immer zu den  Katastropheneinsätzen anrücken muss, naturgemäß einen höheren Stellenwert. Sollte der Fördertopf versiegen, um dessen  Umwidmung der Bürgermeister sich kümmern wollte, stünden auf Hamburger und  Ammersbeker Seite jeweils noch rund  30.000 € für den Hochwasserschutz zur Verfügung.
Was könnte getan werden? In der folgenden  Aufzählung sind die in Frage kommenden  Maßnahmen aufgeführt, getrennt nach Hoheitsgebiet bzw. notwendigen gemeinsamen  Aktionen.

Ammersbek
• Entwässerungsgraben zwischen Heinrichvon-Ohlendorf-Str. und dem Lauf der  Lottbek westlich der Hamburger Häuser  um überschüssiges Wasser aus dem  Wäldchen an der U-Bahn abzuleiten, da bei muss eine Entwässerung des  Mischwaldes vermieden werden
• Aufklärung der Anwohner hinsichtlich der  Entsorgung von Laub in der Lottbek

Hamburg
• Erneuerung des Mönches am Damm des  Stausees und Einbau einer niederschlags abhängigen Steuerung
• Einrichtung von Polderflächen und entsprechende Profilierung der Uferbereiche  auf der „Rinderweide“
Ammersbek/Hamburg/Anwohner
• Neue Brücken ohne Reduzierung des  Querschnitts des Bachprofils
• Das Volumen des Stausees durch Entschlammung vergrößern

Fazit

Außer Spesen nichts gewesen? Ein Planer  verliert, warum auch immer, seine eigentliche Aufgabe aus den Augen und verdaddelt  neben der Zeit zahlreicher Ehrenamtlicher  leider auch das Zeitfenster für die Realisierung der Maßnahme. Und Ammersbek fängt  nun wieder an, nach Lösungen für einen  Hochwasserschutz der betroffenen Hamburger und Ammersbeker Bürger zu suchen.