Radfahrer auf die Straße und Räder ins Fahrradhaus 

Die Bargteheider Grünen luden am 8. Januar ihre Bürger zum "Grünschnack". Thema waren Radverkehrswege und eine geplante Fahrradstation am Bahnhof. Da dies auch ein Thema für Ammersbek ist, gingen Hanno und Petra hin.

30 Bürger, Mitglieder des ADFC und der Bargtheider Fahrrad-AG (kommunaler Unterausschuss mit eigenem Budget) lauschten dem Referenten vom ADFC.

Alle staunten nicht schlecht, als er berichtete, dass ein Radweg dreieinhalbmal unfallträchtiger ist als die Straße, elf mal sogar, wenn es sich um einen Radweg mit Verkehr in zwei Richtungen handelt. Auf Straßen mit aufgemalten Radstreifen am Fahrbahnrand fahren Autofahrer aufmerksamer und überholen den Radfahrer vorsichtiger. An Ausfahrten und Einmündungen werden die Radfahrer eher gesehen. Auf der Straße wagen Radfahrer nicht, auf der falschen Straßenseite oder bei Rot über eine Querstraße fahren.

In Bargteheide ist inzwischen im Stadtgebiet das Radwegenutzungsgebot aufgehoben, ausgenommen B 75 und Lohe. Derzeit plant die Fahrrad-AG die sich in Bargteheide kreuzenden Fernradweg zu Velorouten (Fahrradschnell- und vorfahrtstraßen) auszubauen. Fahrräder am Bahnhof klein

Der Referent nannte als weitere mögliche Verbesserungen noch Fahrradstraßen nach StVO, wo Radfahrer absoluten Vorrang haben und Autofahrer sehr langsam fahren müssen.

Konkret ins Auge gefasst wurde auch ein Fahrradparkhaus mit Servicestation (Reparatur, Verleih, Verkauf) direkt am Bahnhof. Ein Betreiber saß bereits mit in der Runde. Mindestens 500 Fahrräder stehen derzeit täglich am Bahnhof. Laut ADFC gibt es für so ein Fahrradhaus in der Metropolregion bis zu 87,5% Fördermittel.

Am Ende stellten Hanno und Petra fest, dass der ADFC-Referent in Ammersbek wohnt und bereit ist, auch einmal zur Ortsverbandssitzung der Ammersbeker Grünen zu kommen, um Anregungen zu geben, denn  in Ammersbek muss sich die Fahrradsituation in den Augen der Grünen unbedingt weiter verbessern, auch aus Lärmschutzgründen.