Wir sehen Grün – die CDU sieht Rot


Am 5.1.2012 fand eine außerplanmäßige Sitzung der Gemeindevertretung statt, um die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet Timmerhorner Teiche zu beschließen.

Warum das Ganze?

Der aus den 50er Jahren stammende Bebauungsplan ist aufgrund eines gerichtlichen Verfahrens für ungültig erklärt worden. Alle darauf aufbauenden Änderungen für zwei Teilbereiche werden daher ebenso wenig gültig sein. Deshalb halten wir es für erforderlich, einen neuen Bebauungsplan für dieses Gebiet aufzustellen. Der Bauausschuss hat am 14.12. bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung diese Empfehlung gegeben. Durch die Veränderungssperre, die ebenfalls beschlossen wurde, haben die Gemeindegremien drei Jahre Zeit. Zeit, um in Ruhe zu entscheiden, ob, wo und was hier gebaut werden soll.

Die von der CDU genannten Begehrlichkeiten der kompakten Wohnbebauung um den Teich herum sowie auf dem Kirchengrund bestehen, außerdem weist der Flächennutzungsplan Grünfläche statt Sportgelände aus.

Gerade weil sich diese Begehrlichkeiten mit Hilfe des Flächennutzungsplanes und des Baugesetzes nicht im Sinne der Gemeinde regeln lassen, sind die Vertreter von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 23 Timmerhorner Teiche und die Veränderungssperre.

Es geht nicht darum, die vorhandenen Begehrlichkeiten der jetzigen Grundeigentümer umzusetzen, sondern in Ruhe zu entscheiden

  • ist es für die Gemeinde sinnvoll, dass sich in diesem Gebiet etwas ändert,
  • soll hier überhaupt gebaut werden?
  • wenn ja, in welchen Bereichen?  und
  • in welchem Umfang soll das dann geschehen

Nur durch dieses planvolle Vorgehen, übrigens ein Instrument des Baurechts, können auch die Wünsche der Anwohner in den Planungsprozess aufgenommen werden!

Im Vorfeld dieser Sitzung versucht die CDU mit tatkräftiger gelber Unterstützung (beim Flugblattaustragen, wie wir hörten) unsere klare Strategie zu vernebeln und wohl lieber dem Investor die Zügel in die Hand geben.

Völlig unverständlich ist die Aussage von Herrn Steenhagen (Leserbrief, Markt 52. KW), das Vorgehen der Gemeinde stünde im Gegensatz zum Leitbild für die Wohnungsentwicklung.

Es wird noch viel diskutiert werden in der Gemeinde - diskutieren Sie mit - gestalten Sie mit!